Die Kleinste ist die Älteste. 36 Jahre (in 2002) ist sie nun schon alt. Mit nur einem Wagen, der von der DB-Meterspurbahn Mosbach-Mudau übernommen wurde und der 1899 gebauten dreiachsigen Dampflok “Bruchhausen” begann der erste offizielle Museumsbahnbetrieb auf bundesdeutschen Gleisen. Dies zu einem Zeitpunkt, wo Dampfbetrieb noch alltäglich war und somit keine Besonderheit darstellte. Lediglich den Schmalspurbahnen und einigen Nebenstrecken der Regelspurbahnen ging es langsam an den Kragen. Dies geschah aber schleichend und mit zunehmender Modernisierung der öffentlichen Verkehrsmittel. Dazu kam der zunehmende Kfz-Verkehr, der die Bahnen stetig ins Abseits drängte. Es fiel also kaum auf, wenn eine Bahn nach der anderen verschwand. Umso beachtens- werter muß heute die Weitsicht des damaligen ‘Deutsche Kleinbahn-Verein’ (DKV) betrachtet werden, der 1968 in ‘Deutscher Eisenbahn-Verein (DEV) umbenannt wurde und somit frühzeitig die Weichen für den Erhalt der Schmalspurbahnen stellte. (Siehe auch Eisenbahnmagazin 5/91 So kam es, daß dieser Verein in der Folgezeit immer mehr Material von still- gelegten Schmalspurbahnen übernahm und übernehmen wollte. Als die Harzer Schmalspurbahnen( damals noch unter Reichsbahnregie) anfang der 90iger Jahre in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte und einiges an Lokmaterial nicht mehr gebrauchen konnte, interessierte sich der DEV für die ausgeschriebene Mallet-Lok 995905 , die für nur 21000 DM verkauft werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Harzer Bahn aber schon unter Denkmalschutz. Obwohl man zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte, was mit der Lok geschehen sollte, verhinderte die Untere Denkmalschutzbehörde den Verkauf. Nun, was mit dieser Lok geschah, ist heute wohl bekannt....sie dampft fröhlich auf der Selketalbahn zwischen Gernrode und Stiege hin und her und erfreut sich dort bester Gesundheit. |

Die Schmalspurbahnen in Bruchhausen-Vilsen |