Um 7.00 Uhr beginnt der Betrieb auf der Mollibahn und gegen 20.00 Uhr endet er.Alle zwei Stunden (1997) geht von hier ein Zug nach Bad Doberan. Fast zeitgleich setzt sich ein Zug von dort nach Kühlungsborn in Bewegung. In Heiligendamm begegnen sie sich. Für den Fotografen also reichlich Motive am Tag. Gegen 20.00 Uhr kommt der letzte Zug in Kühlungsborn-West an. | ||
1976 kam die Bahn auf die Denkmalliste, was ihren Fortbestand zunächst sicherte. Bis zur Wende im Herbst 1989 fuhr sie weitestgehend kostendeckend. Mit dem Öffnen der Grenze wollte keiner mehr so recht in die angestam- mten Urlaubsgebiete fahren, sondern die weite der Welt kennenlernen. Die Fahrgast- zahlen gingen rasch nach unten. Im Gegen- zug konnte diese Lücke von den Eisenbahn- freunden aus den alten Bundesländern etwas geschlossen werden. Der Fahrpreis jedoch überraschte. Mit 0.08 DM/km eine kaum glaubhafte Ausgabe. Ich dachte jedenfalls (Mai 95), die gute Frau am Schalter hätte sich verrechnet. Die Stimmung unter den Mitarbeitern war jedoch spürbar gereitzt (August 95). Der Grund dafür : Stillegungsgerüchte durch die DB-AG zum 1.Jan 1996. Zähe Verhand- lungen gingen voraus, bevor die ‘Molli’ zum 1.Okt.1995 in die “Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH & Co” überging. An dieser Stelle ein kritisches Word zum Eisenbahnfreund (noch in Arbeit) | ||
Nach jedem Anlaufen eines Endbahnhofes wird üblicherweise Wasser aufgenommen. Kohle wird nur in Bad Doberan aufgenommen. Auf den beiden Bildern wird 992322-8 als letzte Lok des Betriebstages für den nächsten Tag vorbereitet. | ||
Während 992322-8 noch versorgt wird, darf ihre Schwesterlok 992321-0 schon ihr ‘Nickerchen’ halten. Auch das Fotolicht will nicht mehr so richtig. Zeit also, den Tag ausklingen zu lassen. | ||
Molli in Kühlungsborn |